Mascha Kaléko

Kurzbiographie in Stichworten

  • 1907 geboren am 7. Juni in Schydlow als Golda Malka Aufen. Später nennt sie sich Mascha Engel.
  • Tochter eines russischen Vaters und einer österreichischen Mutter. Schul- und Studienjahre in Berlin.
  • 1928 Heirat mit dem Philologen S. Kaléko, von dem sie sich 10 Jahre später scheiden läßt.
  • 1930 Veröffentlichung erster Gedichte in der "Vossischen Zeitung" und im "Berliner Tagblatt".
  • In Berlin gehört sie zur Künstlerbohème um das "Romanische Café" wie Tucholsky, Ringelnatz u.a.
  • 1933 erscheint "Das lyrische Stenogrammheft", wird begeistert rezensiert und ein Verkaufserfolg.
  • Mai 1933 wird ihr Gedichtband bereits von den Nazis verbrannt, als sich herausstellt, daß sie Jüdin ist.
  • 1934 druckt Rowohlt dennoch ihr "Kleines Lesebuch für Große" und 1935 eine Neuauflage des Erstlings.
  • 1938 emigriert Mascha mit ihrem zweiten Mann Chemjo Vinaver und Sohn Steven nach Amerika.
  • Der Verlust von Heimat, Kultur und Muttersprache trifft sie schwer und prägt fortan auch ihre Gedichte.
  • 1956 erscheinen in Deutschland erst die bereits 1945 im Exil veröffentlichten "Verse für Zeitgenossen".
  • 1959 lehnt sie den Fontane-Preis wegen der SS-Vergangenheit eines Jury-Mitglieds ab.
  • 1966 zieht sie ihres Mannes zuliebe nach Israel, lebt dort jedoch in Einsamkeit und Isolation.
  • 1968 und 1973 sterben in zwei schweren Schicksalsschlägen nacheinander ihr Sohn und Mann.
  • 1974 keimt mit dem Versuch einer Rückkehr in ihre alte Heimat Berlin noch einmal Lebenshoffnung.
  • 1975 stirbt Mascha am 21. Januar in Zürich, wo sie krankheitsbedingt auf der Rückkehr strandet.
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